Wohnmobilreise nach Italien vom 10.04. - 24.06.2016
Teil 2: Assisi - in die Toscana, Siena, Chianti, Pisa, Acqui Terme
Mittwoch, 11.05.2016, Recanati – Assisi, 212 km
Heute bleibt es bewölkt. Ich bin um 8 Uhr nochmal zur WiFi-Zone und habe
auf der Homepage gearbeitet. Nach dem Frühstück haben wir gepackt und sind losgefahren Richtung Assisi.Horst hat vergessen, das Navi neu zu starten und so sind wir zuerst verkehrt gefahren. Ich habe zwar gesagt, daß die Richtung nicht stimmt, aber Horst hört auf sein Navi. Irgendwann hat er selbst gemerkt, daß hier was nicht stimmt. Also wieder neu "gestartet" und jetzt ging es quer durch nach Jesi. Nur ein kurzes Stück sind wir auf der Schnellstraße gefahren, dann wollte Horst wieder runter auf die Landstraß S 502. Was wir nicht wussten, die Straßen hier durch die Berge sind schlecht. Kurz vor Foligno sind wir wieder auf die neue Schnellstraße.
In Foligno haben wir den Coop gesucht. Das war mal wieder ein Trip durch die Pampa und dann zurück in den Ort. Der Supermarkt ist versteckt im Hinterhof. So jetzt haben wir unsere Lebensmittel aufgefüllt und können weiter nach Assisi fahren. Der Stellplatz am Busbahnhof gefällt uns nicht, also geht es weiter zum CP Village in Assisi. Der Plätze sind unter Bäumen, neben dem Sanitärhaus ist ein Platz mit Fernsehempfang. Es gibt hier auch Camper-Stop Plätze, Horst wollte da nicht hin.
Donnerstag, 12.05.2016, Assisi
Mit dem Bus-Shuttle vom CP fahren wir um 12 Uhr zur Stadt hoch. Ein Wallfahrtsort mit einer großen Kirche. Im Dom S. Pietro sind viele Fresken an den Wänden und Gewölben. Leider darf hier nicht fotografiert werden. Auch in den anderen Kirchen geht nichts. In den kleinen Gassen und Straßen kommen uns auch einige Pater entgegen. Die vielen und kleinen Geschäfte verkaufen überwiegend Andenken. Wir machen noch einen Rundgang durch die engen und steilen Gassen. Um 16 Uhr kommt der Shuttlebus und holt uns wieder ab. Jetzt fängt es zu regnen an, da haben wir ja Glück gehabt.
Freitag, 13.05.2016, Assisi
Um 9 Uhr geht es heute mit dem Shuttle-Bus nach Spello zur Olivenölmühle. Nach einer interessanten Führung mit Verkostung haben wir im Shop noch eingekauft. Anschließend wurden wir mit dem Bus zur Stadtmauer von Spello gefahren und nun konnten wir auf eigene Faust einen Stadtbummel machen.
Die Kirche macht um 12:30 Uhr zu und so beeilen wir uns. Auch in dieser Kirche darf nicht fotografiert werden, ich habe von dem Fresko eine Postkarte gekauft, so geht es auch. Am Platz sind einige kleine Restaurant‘s, in einem haben wir einen kleinen Imbiss gemacht, war sehr gut. Nun gehen wir durch die kleinen Gassen mit den kleinen und feinen Geschäfte, keine Andenkenläden. Jährlich Ende Mai wird hier das Blumenfest gefeiert, Blumenteppiche werden in Straßen angefertigt. Pünktlich um 15:30 Uhr wurden wir wieder abgeholt.
Samstag, 14.05.2016, Assisi – Perugia, 27 km
In der Nacht hat es stark zu regnen angefangen. Unser WoMo sieht jetzt noch schmutziger aus. Nach dem Frühstück checken wir aus und fahren die kurze Strecke nach Perugia. Unterwegs haben wir noch getankt. Der Stellplatz „Bove“ in Perugia ist ein kommunaler, sauberer und bewachter Parkplatz, der Platzwart pflegt den Platz. Nebenan war noch Markt, Brot und Obst haben wir eingekauft. Nach dem Mittagessen sind wir um die Ecke zu Lidl. Später haben wir noch die Haltestelle der Minimetro gesucht. Am Bahnhof ist alles sehr veraltet und dreckig. Es ist heute warm geworden, direkt ungewohnt nach den kalten Tagen. Am Platz ist ein Kommen und Gehen.
Sonntag, 15.05.2016, Perugia
Heute regnet es den ganzen Tag, mal mehr mal weniger. Wir bleiben im WoMo und schauen um 11 Uhr im BR den Stammtisch an. Um 14 Uhr ist F1 in Barcelona. Podest: Verstappen, Räikkonen, Vettel. Die beiden Mercedes hatten sich schon in der dritten Kurve selbst elemeniert.
Montag, 16.05.2016, Perugia – Castiglione del Lago, 69 km
Heute haben wir schönes Wetter. Wir kaufen zuerst bei Lidl ein. Anschließend ging es zum Parkplatz an der MiniMetro Haltestelle: „Pian di Massiano“. Bis dahin hat es wieder mal Probleme gegeben. Horst hat auf seine Tussi gehört und nicht auf die Schilder geschaut, auf mich hört er ja sowieso nicht. Also mal wieder eine Ehrenrunde, es gibt hier viele „Kreisel“. Die Fahrkarten haben wir schon, also nichts wie rein in die MiniMetro. Eine kleine elektronisch gesteuerte Standseilbahn auf den Berg, bzw. Stadtmitte.
An der Endstation „Pincetto“ geht es noch 3 Rolltreppen hoch und kurz darauf ist man in der Altstadt. Dank Stadtplan haben wir den Fontana Maggiore bald gefunden. Hier wurden allerdings Tribünen abgebaut und der Brunnen selbst war noch mit Gittern eingezäunt. Nebenan war ein Chorgestühl mit schönen Deckenfresken. Wir sind noch durch die Fussgängerzone gelaufen. Nach einem kleinen Imbiss ging es wieder zur MiniMetro. Über die Landstraßen ging es am Lago entlang bis nach Castiglione del Lago zum CP „Listro“.Der Platz ist klein, durch den Regen der letzten Tage etwas matschig. Wir haben trotzdem einen guten Platz gefunden. Abends hat es wieder zu regnen angefangen.
Dienstag, 17.05.2016,
Morgens waren viele Wolken am Himmel, um 10 Uhr wurde es wieder schön. Wir sind zu Fuß, am See entlang, auf den Berg zur Altstadt hoch gegangen. Die Gebäude werden genutzt, teils als Geschäfte, teils Gaststätten. Polizei, Gemeindeverwaltung, Kirche und Krankenhaus und die Burg sind hier oben am Berg. In einem kleinen Restaurant haben wir gegessen. Im Museum haben wir sehr schöne Deckenfresken angeschaut. Auf dem Rückweg, es gibt nur eine Hauptgasse, haben wir noch Wein und Cantucchini gekauft. Im Ort ist eine große Polizeistation mit Hundestaffel und Hundeübungsplatz. Abends gab es im WoMo Rindersteak mit Salat und einen Brunello, Jahrgang 2009, hat sehr gut geschmeckt.
Mittwoch, 18.05.2016, Castiglione del Lago–Montepulciano – Montalcino, 101 km
Bei schönem Wetter fahren wir nach Montepulciano die Stadt des Nobile. Vom Parkplatz am Busbahnhof geht es mit dem Lift bis zum Park. Von hier geht es gleich durch das Tor in die Stadt. Auch hier geht es steil bergauf, in kleinen Gassen, die mit dem Autoverkehr geteilt werden. Bei unserem kleinen Rundgang haben wir einige Gebäude angesehen. Auf dem Rückweg haben wir in einer kleinen Bar einen Imbiß genommen.
Da hier am Stellplatz am Morgen um 7 Uhr Markt ist können wir hier sowieso nicht übernachten. Also fahren wir weiter nach Montalcino, der Stadt des Brunello - wird wohl doch eine Weintour. Da Horst mal wieder die Tussi nicht aktualisiert hat und ich erst spät gemerkt habe, daß die Richtung nicht stimmt, hat er endlich angehalten und die GPS-Daten neu eingegeben (leider wieder die verkehrten). Jetzt sind wir nach Verkehrsschilder gefahren und erst kurz vor Montalcino nochmal die Koordinaten eingegeben.
Der erste Stellplatz am Restaurant hat uns nicht gepasst, also geht es zum Stellplatz auf dem Berg. Die Auffahrt ist wirklich steil und dann nochmal die Einfahrt zum Platz. Der Platz ist o.k., nur die Ver-und Entsorgung ist ungepflegt. Bei unseren Beobachtungen ist uns aufgefallen, dass einige Wohnmobilfahrer die Sachen auch nicht gut behandeln. Der einzige Lärm hier oben ist ein bellender Hund in der Nacht.
Donnerstag, 19.05.2016, Montalcino
Nach einer ruhigen Nacht hier am Stellplatz sind wir in die Stadt gegangen. Der Weg in die Stadt ist einfach, nur den Berg runter. In der Stadt ist fast jedes zweite Geschäft ein Wein-Shop in dem überwiegend Brunello verkauft wird. In einer kleinen Bar haben wir uns einen Imbiss eingenommen, dazu gab es einen Brunello. Zwischenzeitlich hat es zu regnen angefangen, wir haben das schlimmste überstanden. Es tröpfelt nur noch und so geht es zurück durch die Stadt. Zum Schluß haben wir in einem Wein-Shop Brunello gekauft, der Verkäufer hat sehr gut deutsch gesprochen und uns gut beraten.
Der Rückweg war hart, der Weg sehr steil, der Wein wird auch immer schwerer aber die dunklen Wolken haben uns angetrieben. Am späten Nachmittag sind dann noch einige Wohnmobile gekommen.
Freitag, 20.05.2016, Montalcino – Siena, 49 km
In der Nacht hat es nochmal geregnet und es war frisch, morgens war wieder alles vorbei. Gegen 11 Uhr sind wir über die Landstraße nach Siena losgefahren. Kurz vor Siena hört die Schnellstraße auf und man sieht nur noch Brückenpfeiler und die sind schon eingewachsen. Der SP in Siena „Palasport“ in der Nähe von Bahnhof und Einkaufscenter, ist ok. Es gibt einen Bodeneinlass, der Wasseranschluß war von freitagabend bis Sonntag abgesperrt. Wir haben geparkt und sind mit dem Bus in die Stadt, einen Cityplan gab's beim Platzwart und so konnten wir die Stadt erkunden.
Durch die engen Straßen hindurch bis zum Il Campo, weiter bis zum Dom. Der kostet Eintritt, ist ok, aber fotografieren ist verboten - da geht Horst prinzipiell nicht rein. Also sparen wir uns den Dom und sind zurück durch steile Gassen zum Il Campo. In einer Bar gab es was zu trinken und nebenan bei A. Nannini ein Eis. Zurück sind wir wieder mit dem Bus gefahren.
auf dem Piazza del Campo findet auch das legendäre Pferderennen "Palio" statt - jetzt warten alle auf die Rennautos der "Mille Miglia"
Samstag, 21.05.2016
In der Nacht waren ein Paar „Rennfahrer“ auf dem Parkplatz nebenan. Erst jetzt haben wir gemerkt, dass die Autos durch den Parkplatz brettern. Geht anscheinend schneller als parallel auf der Straße. Nach dem Frühstück haben wir uns erst mal auf die andere Seite vom Platz gestellt, mit dem Schlafzimmer zur Wand. Ein Ehepaar aus Kaufbeuren hat uns den Weg über das Einkaufscenter mit den Rolltreppen erklärt. Bei schönem Wetter sind wir zum Bahnhof, etwa 10 Minuten, und von hier durch das Center die 8 Rolltreppen bis zur Stadt hoch gefahren. Jetzt sind es noch ein paar Meter bis zur Stadtmauer und dann ist man auch schon in der Altstadt von Siena. Man hört schon die Autos von der Mille Miglia, die hier in Seine einen Kontrollpunkt haben.
Es ist unglaublich wie diese Autos durch die engen und gepflasterten Straßen fahren. Hier ist auch nichts gesperrt, es herrscht der normale Verkehr, für Fussgänger und Fahrzeuge. Die Personen gehen dann eben zur Seite, wenn wieder ein Auto kommt (nicht zu überhören). Wir treiben uns noch ein bisschen in der Stadt umher, gehen zur Cathedrale S. Caterina (auch hier ist fotografieren verboten) und weiter zur Piazza Matteotti. In der Nähe ist ein Friseur, wir wurden beide sofort „bearbeitet“. Endlich wieder „Kurzfrisur“. Langsam geht es wieder zu den Rolltreppen und den kurzen Weg zurück zum SP.
Sonntag, 22.05.2016, Siena – Castelina in Chianti, 19 km
Die Nacht war ruhig, keine Raser. Bis Mittag müssen wir abfahren. Zuerst Richtung Firenze und dann über die Landstraße. Der Stellplatz im Ort ist stark besucht und kostet € 12,- für 24 Std. incl. Strom. Die Wohnmobile stehen eng, ist nun mal ein Parkplatz und alles geteert. Ein Bodeneinlass, Säule für Trinkwasser, Stromkästen und Münzautomat sind ziemlich neu.
Bei sonnigem Wetter sind wir nun in den kleinen Ort. Er ist wirklich klein aber es gibt ein paar schöne Geschäfte und natürlich Weingeschäfte mit Chianti und sonstigen guten Sachen. Wir haben bei einem guten Chianti Classico Reserva und einen Pecorino, in Asche gereift, zugeschlagen. Am WoMo haben wir uns noch ein bisschen in der Sonne gesessen. Hier sind viele Motorradfahrer unterwegs, man hört den Lärm. Kurz vor Abend hörte man Sirenen, vermutlich ist ein Unfall passiert. Es wurde auf alle Fälle anschließend etwas ruhiger.
Montag, 23.05.2016, Castellina – Radda – Cavriglia – Figline,
Morgens hat es zu regnen angefangen und es wurde unterwegs immer stärker. Leider haben wir so von der Landschaft nicht viel gesehen. Ab Radda ging es teils mit 15% Steigung zum CP „Piano Orlanda“ in Cavriglia. Der Platz hat kleine Stellplätze unter Bäumen, nichts für uns. Also sind wir weiter gefahren, es schüttet noch immer. Bald kam ein Hinweisschild für einen CP. Also fahren wir mal hin. Zwischenzeitlich regnet es nur noch leicht. An der Rezeption haben wir uns für 2-3 Tage angemeldet.
Der CP „Norcenni Girasole Club“ hat alles und ist sehr gepflegt. Unser, durch einen Guide zugewiesener Platz, passt. Auf dem Platz sind sehr viele deutsche Urlauber. Die Sonne kam wieder zum Vorschein und so habe ich gleich noch 1 Maschine Wäsche gewaschen. Bis zum Abend wurde alles sogar trocken. Kurz danach fing es zu regnen an. Glück gehabt !!
Dienstag und Mittwoch 24.-25.05.2016, Figline.
nochmal gewaschen, WoMo mal wieder geputzt, Reiseberichte geschrieben und die Homepage aktualisiert. Horst hat den Clubbericht vom LAIKA-Treffen hochgeladen. Die restliche Zeit haben wir mal nichts getan, nur das schöne Wetter ausgenutzt. Horst ist zwischendurch mit dem Radl in die Stadt gefahren (Geld holen) und hat dann die ca. 4 km auf der steilen Bergstrasse mit entsprechendem "Schweisverlust" recht gut bewältigt.
Donnerstag, 26.05.2016, Figline – Greve, 69 km.
Um 10:30 Uhr sind wir losgefahren. Zuerst ging es nach Figline zum Coop einkaufen und danach weiter bis S. Giavanni und über Land nach Gaiole. Hier haben wir die Enotec Montagnani aufgesucht, welche aber leider wegen einem Trauerfall geschlossen war.
Also fahren wir weiter nach Radda, Panzano und Greve. Der SP ist beim Schwimmbad und der Großmetzgerei Falorni. Der Platz ist gepflastert und recht gut angelegt, in der Mitte vom Kreis ist die Entsorgung, das Wasser gibt es an der Seite. Am SP sind auch reichlich Müllbehälter, welche aber auch von den Bewohnern genutzt werden. Am Bach entlang geht es in die Stadt. Hier wird der Chianti groß vermarktet und es gibt auch die üblichen Souvenierläden.
Auf dem Heimweg haben wir in einer Enotec Chianti gekauft, hier gibt es auch die 3-Ltr. Box mit gängigem guten Wein gefüllt. Wir sitzen noch eine Zeitlang vor dem WoMo bis die Mücken uns „überfallen“. Kein Wunder, in der Nähe ist der Bach und natürlich die Mülltonnen Am Abend kam ein WoMo aus Österreich mit einem schleichenden Plattfuss an; ein junges Ehepaar; er hat gleich den Wagenheber ausgepackt um den Reifen zu wechseln. Kurz vor dem Stellplatz hatten sie sich einen Plattfuss eingefangen. Der junge Mann war hartnäckig und hat den Reifenwechsel dann auch geschafft.
Freitag, 27.05.2016, Greve.
In der Nacht gegen 22 Uhr kam die Müllabfuhr und hat die Tonnen geleert, genauso kommen die Leute ihren Müll entsorgen. Anschließend wurde noch eine Runde auf dem Stellplatz gedreht. Die Frau aus Österreich spricht italienisch und so haben sie einen Reifenservice-Wagen übers Internet. Er kam am Morgen mit einem komplett ausgestatteten Servicewagen und hat den Reifen in ca. 30 Minuten repariert und wieder montiert; Kostenpunkt: € 50,-!! In Deutschland hätte das nicht mal für die Anfahrt gereicht.
Vormittags sind wir bei strahlenden Sonnenschein zum Leder-Outlet gegangen, war ein Reinfall. Am Rückweg haben wir bei Agricola di Uzzano eine Weinprobe gemacht und Wein gekauft. Um 16 Uhr sind wir in die Stadt. Auf dem Rückweg haben wir nochmals 2 Boxen Chianti eingekauft. Diese Boxen sind gut zu transportieren und der Wein ist durch die Vakuum-Verpackung auch geöffnet eine zeitlang haltbar.
Samstag, 28.05.2016, Greve – Volterra, 79 km.
Auch heute Nacht kam wieder die Müllabfuhr, zuerst um 22 Uhr und um 24 Uhr nochmal. Wir haben vor der Abfahrt noch entsorgt und Wasser getankt. Über Castellina ging es über die Berge nach Poggibonsi. Durch den Ort ging es weiter nach Volterra. Der geschotterte Stellplatz ist ok, nur der Zeitrahmen der Gebühren von 8-20 Uhr ist nicht gut. Wenn man erst um 10 Uhr abfahren will, muss man nochmal einen ganzen Tag zahlen.
Das Wetter ist sehr schön und so gehen wir über die Treppen in die Stadt. In den Gassen gibt es viele kleine Restaurants und die üblichen Souvenierläden. Um Volterra wird Alabaster abgebaut und bearbeitet; in den Läden werden die dort gefertigten Waren aus Alabaster angeboten.
Sonntag, 29.05.2016, Volterra – Marina di Pisa, 110 km.
Am Platz war es ruhig, nur die orangenen Leuchten sind sehr intensiv.
Wir sind um 7:45 Uhr abgefahren - ist bei uns nicht üblich, aber durch diese Gebührenordnung wollten wir mal vor 8 Uhr wegfahren (ein Wunder – hat geklappt). Im Ort haben wir noch ein paar Liter Diesel getankt und dann ging es über Cecina, Livorno nach Marina di Pisa. Kurz nach Cecina haben wir auf einem Parkplatz in Ruhe gefrühstückt und zugleich den starken Regen abgewartet. Auf der SS1 ging es nun Richtung Pisa. Nach Livorno fuhren wir an einem großen Militärgelände mit vielen Fahrzeugen vorbei.
Kurz vor Pisa geht es ab nach Marina di Pisa. Das Wetter ist auch hier am Meer weiterhin bewölkt. Der große Stellplatz ist vor dem Ort angelegt. Die Ver- und Entsorgung ist ordentlich gemacht. Die Plätze sind nicht sehr groß, aber es reicht um die Möbel rauszustellen. Auf dem Platz sind sehr viele italienische Wohnmobile, die über das Wochenende hier sind.
Nach der Formel 1 in Monaco; Podest: 1. Hamilton, 2. Riccardo, 3. Perez, sind wir in den Ort gegangen. An der Promenade entlang ist Markt, überwiegend Klamotten. Das Wetter ist schön, aber der Wind bläst ordentlich. Die Händler kämpfen mit ihren Markisen und die Ware fliegt teils davon. Wir haben ein paar Dinge gekauft, man kann immer was brauchen.
An der Promenade in einem Cafe gab es was zu trinken und auf dem Rückweg sind wir noch in den Supermarkt. In unserer Ecke am Platz waren auch ein paar deutsche Wohnmobile. Am Abend wird der Platz ziemlich leer, viele der Italiener fahren ab. Die Entsorgungsstation ist auch für die Wohnmobile, die am Hafen stehen. Dort gibt es keine Servicestation, kostet aber auch € 12,- für die Nacht.
Montag, 30.05.2016, Marina di Pisa.
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir um 12 Uhr mit dem Bus nach Pisa gefahren. Mit dem Stadtplan aus dem WoMo-Reiseführer und dann einem noch zusätzlich gekauften Stadtplan haben wir uns orientiert, wo der Bus wieder abfährt. Die Touristeninformation am Platz im Centro hat nur bis 12:30 Uhr geöffnet - nicht gerade touristenfreundlich.
Vom Piazza Vittoria Emanuelle ging es auf der Corso Italia, eine Einkaufsstraße, zur Ponte di Mezzo über den Arno. Nun weiter über die Borgo Stretto, Via Oberdan zum Piazza Giordana da Rivalto. Von hier die Via S. Guiseppe entlang und dann sieht man schon den schiefen Turm. Von dieser Perspektive sieht der Turm aus als ob er auf den Dom fallen würde. Für die Cathedrale und die Battistero muss man Tickets lösen, den Stress mit dem langen Anstehen tun wir uns nicht an. Meist darf man trotz Eintrittsgeld doch nicht fotografieren.
Diese Sehenswürdigkeiten stehen mitten in der Stadt, auf einigen Fotos meint man, wir sind am Stadtrand auf einer Wiese. Nach einigen Schnappschüssen sind wir weiter zum Piazza dei Cavaliere. Von hier kommt man durch kleine Gassen wieder zum Arno. Zurück sind wir wieder den gleichen Weg, die Bushaltestelle haben wir dank einer freundlichen Dame auch gefunden. War um einige Ecken weiter als der Busausstieg. Der Bus war voll und der Fahrer hat uns aufgefordert schnell einzusteigen; die € 5,-Note lehnte er mit Telefon am Ohr ab – eine in Italien übliche „Haltung“; wir "durften" also keine Tickets lösen.
Dienstag, 31.05.2016, Marina di Pisa – Sarzana, 87 km.
Um 12 Uhr fahren wir los. Bis wir auf die SS1 bei Pisa gefunden haben dauerte es etwas. Das Problem ist der Arno, es gibt nicht so viele Brücken über den Fluss. Irgendwann hat auch unsere Tussi den Weg gefunden. In Massa haben wir noch eingekauft, bei diesem Carrefour waren wir schon bei der Anreise nach Troghi und kannten deshalb auch den Parkplatz für Wohnmobile. An der Straße entlang sieht man hier viele Marmor-Verarbeitungsbetriebe mit zum Teil riesigen Skulpturen.
Von Massa di Marina ging es nun bis nach Sarzana zum CP der Marina 3B. Der Platz hat für Wohnmobile extra Stellplätze. Nicht alle Platze sind geöffnet aber wir haben noch eine Ecke mit Fernsehempfang gefunden. Dann noch einen Spaziergang über den Platz und uns die Örtlichkeiten angeschaut. Die Sanitärhäuser sind einfach, aber sauber. Das Schwimmbad wird gerade gefüllt. Vielleicht haben sich schon viele Leser gewundert warum wir immer auf einen Fernsehempfang achten, die Erklärung ist einfach: wir hören den heimische Radiosender BR1 über die SAT-Antenne.
Mittwoch, 01.06.2016, Sarzana.
In der Nacht hat es kräftig zu regnen angefangen und es bleibt den ganzen Tag so. Ich wollte hier Bettwäsche waschen, muss ich verschieben. So bleibt Zeit für den Reisebericht und die Bildbearbeitung. Der WiFi-Empfang geht nicht am ganzen Platz, wir stehen etwas zu weit weg. Ich habe die Betten neu bezogen. Bei einer Regenpause hat Horst die Toilette entsorgt, wie auch andere Camper. Kurz darauf hat es schon wieder zu regnen angefangen.
Donnerstag, 02.06.2016, Sarzana.
In der Nacht hat es kräftig geregnet. Am Morgen war schönes Wetter, also Wäsche waschen, Bettwäsche in den Trockner und den Rest auf den Wäsche-Ständer. Bei dem schönen Wetter haben wir mal die Bar aufgesucht, der Aperol-Sprizz war sehr gut und mit € 3,- sogar recht günstig; dazu gab’s noch eine Fülle von Tapas wovon wir ca. die Hälfte abgelehnt haben und noch immer reichlich „Futter“ hatten. Auf dem Platz sind viele Wohnwagen und Wohnmobile abgefahren aber bis zum Abend kamen wieder einige Fahrzeuge.
Freitag, 03.06.2016, Sarzana.
Es regnet weiter. Wir bleiben hier, denn es regnet überall. Wir stehen spät auf und ein Blick auf den Fluss ist erschreckend. Der ansonsten friedliche Fluss wird reissend und bringt viel Gestrüpp mit und der Pegel ist auch ziemlich gestiegen. Der Regen hört den ganzen Tag nicht auf. Nachmittags kam ein Gespann aus „NL“ mit dem Aufkleber „ACSI-Inspektor“. Der hatte seine Not bei dem weichen Untergrund einen Platz mit SAT-Empfang zu finden. Am Abend wurde es hell und der Regen hörte für eine kurze Verschnaufpause auf.
Samstag, 04.06.2016, Sarzana – Genua – Acqui Terme, 182 km.
Am Morgen fängt es wieder an zu regnen. Die Wasserpfützen füllen sich schon wieder. Horst holt das Stromkabel aus den Wasserpfützen, die Eingangsmatte am Boden war fast im Morast verschwunden, alles musste erst mal geputzt werden. Wir haben noch Abwasser entsorgt und dann ging es los nach Sarzana zum Lidl. Dies ist ein kleiner Laden und der Andrang an der Kasse war entsprechend.
Bis Genua ist die Autobahn gespickt mit Tunnels und Brücken. In Genua selbst sind überwiegend Tunnels, die große Brücke über das Tal und dann ging es weiter auf die A10 bzw. A26 bis Ovada. Kurz vor Ovada kam endlich wieder die Sonne. Bis nach Acqui Terme ging es nun über die Landstraße zum Stellplatz am Schwimmbad.
Gegen 17 Uhr sind wir noch in den Ort; hier ist am Wochenende ein Bierfest. In den Straßen sind einige Verkaufsstände aufgebaut mit heimischen Produkten. Gegen 18:30 Uhr sind wir wieder zurück. Es hat leicht zu regnen angefangen, mal wieder.
Sonntag, 05.06.2016, Acqui Terme.
Es ist schönes Wetter. Wir bleiben noch 1 Tag hier. Mittags sind wir wieder in die Stadt. In einem kleinen Restaurant haben wir zu Mittag gegessen. Der örtliche Fanfarenzug mit Fahnenschwingern gab eine Vorstellung am Piazza S. Pietro. Auf dem Rückweg zum Stellplatz haben wir wieder an der Bar vom Grand Hotel einen Espresso getrunken. Zurück am Wohnmobil geniesen wir noch die Sonne. Auf der Straße geht die Post ab, obwohl wir hier im Ort sind. Mit Geschwindigkeitsbegrenzungen haben die Italiener (k)ein Problem und bei Motorrädern ist offener Auspuff anscheinend „Pflicht“. Dem Sound nach wird bis in den 3. oder 4. Gang hochgeschaltet – ca. 120 kmh.
Fortsetzung Teil 3: Turin - Barolo-Gebiet - Lago Maggiore